Normalerweise führt KIMM pro Jahr 2 überregionale Tagungen durch.
Vorträge von renommierten Fachleuten zu Behandlungsmethoden, zum Umgang mit der Krankheit, zu rechtlichen Aspekten etc. und praktische Übungen sind Schwerpunkte dieser Tagungen.
Herbsttagung 2010 - Einladung
Zu unserer
Herbsttagung
am Samstag, dem 25. September 2010
laden wir Sie und Ihre Angehörigen recht herzlich ein.
Ort: Comin, Karolinger Str. 92-96, 45141 Essen
www.comin-genius.de
Programm
Schwerpunkte der Tagung werden sein:
zwei Vorträge und nach diesen jeweils Gelegenheit zu Fragen und Diskussionen
vier Arbeitsgruppen (Workshops)
Die Vorträge:
Frau Dr. Tegtmeier, Chefärztin der Tinnitus-Klinik, Bad Arolsen:
"Die Angst bei Morbus Menière und der Umgang mit ihr"
"Das Schwindelzentrum der Essener Uni-Klinik: Konzept, Diagnostik und Behandlungsmethoden", vorgestellt von Herrn Dr. Obermann, Leiter des Schwindelzentrums.
Für die Tagung konnte darüber hinaus Herr Dr. Richter, praktizierender HNO-Arzt aus Essen, gewonnen werden, der in einem Gespräch mit Frau Dr. Tegtmeier Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Reha-Klinik und Arzt vor Ort erörtern wird.
In vier Workshops wird den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, sich aktiv an der Tagung zu beteiligen:
"Reha und was dann?" Ausgehend von den eigenen Erfahrungen als Betroffener, als Arzt (Dr. Richter) sollen Möglichkeiten einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Reha-Klinik, behandelndem Arzt, Patient und Selbsthilfegruppe besprochen werden.
"... da wird doch nur gejammert" - die Möglichkeiten der örtlichen Selbsthilfegruppen. Informationen und Erfahrungsaustausch.
"Das Internet als Informationsquelle für Betroffene und Ärzte". Zu Morbus Menière findet sich vieles im Internet, oft sehr knapp, unvollständig, häufig auch sehr Unterschiedliches, wenn nicht sogar Widersprechendes. KIMM möchte auf seiner Homepage möglichst viel Fundiertes über die Krankheit, die Diagnoseverfahren, die Therapieansätze mit ihrem Für und Wider etc. soweit wie möglich darstellen. Welche Schritte sind dazu notwendig? Wer soll dabei mitarbeiten?
"... und wer denkt eigentlich an mich?" Gesprächsrunde für Angehörige. Austausch über Erfahrungen, Probleme im Umgang mit der Krankheit des Partners.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Programm die Möglichkeit geben, einerseits Neues zu hören, zu erfahren und zu erfragen andererseits Ihnen aber auch die Möglichkeit geben, Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen einzubringen.
Wie schon öfters bei unseren Tagungen gibt es für die Teilnehmer, die schon am Freitag anreisen, am Abend die Gelegenheit zum gemütlichen Zusammensitzen.
Am Samstag können Sie an einem Mittagessen zum Preis von 6,00 EURO teilnehmen.
Zur Deckung der Unkosten, insbesondere der Raummiete, müssen wir eine Tagungsgebühr von 7,00 EURO pro Person berechnen.
Zur Anmeldung bitten wir das beigefügte Formular zu verwenden und bis spätestens 15. September 2010 zurück zu senden an:
KIMM e.V.
Schwabstr. 40
70197 Stuttgart
Übernachten können Sie im
Ambassador Hotel Essen
Viehofer Str. 23 in 45127 Essen
Tel.: 0201 - 24 77 30 Fax: 0201 - 20 26 49 info@ambassador-essen.de
Geben Sie bei der Zimmerreservierung das Stichwort "KIMM" an.
Bitte beachten Sie: Das in "KIMM aktuell 1-2010" genannte Bildungs-Hotel steht leider nicht zur Verfügung.
Wir freuen uns auf Sie und bitten um rege Teilnahme. Wir hoffen mit Ihnen, dass Sie durch die Gespräche und Diskussionen mit anderen Betroffenen und den Referenten bzw. durch die Vorträge wertvolle Anregungen für den Umgang mit Ihrer Krankheit im Alltag erhalten.
Mit herzlichen Grüßen
Anna Bott
Vorsitzende
KIMM e.V.
Programm als pdf-Datei zum Herunterladen
Anmeldekarte als pdf-Datei zum Herunterladen
Frühjahrstagung 2010 von KIMM e.V.
am 26. und 27. März im Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH), Königstr. 64, 90402 Nürnberg
Beiprogramm, Freitag, den 26. März 2010
16:15 Uhr Altstadtführung durch unser Vorstandsmitglied Frau Kerschenlohr,
(Start am CPH)18 Uhr Abendessen in der „Weizenstube am Bratwurst Röslein“, Rathausplatz 6
ab 20 Uhr geselliges Beisammensein in der Weinstube im CPH, Königstraße 64
Mitgliederversammlung und Frühjahrstagung,
Samstag, den 27. März 2010
Mitgliederversammlung (10 – 11 Uhr)
Begrüßung und Bericht der Vorsitzenden
Bericht des Kassenführers
Neuwahl des Vorstandes
Frühjahrstagung von KIMM e.V. (11:15 – ca. 15:15 Uhr)
11:15 – 12:00 Uhr Vortrag und Diskussion:
Dr. Carsten Finke, Universitätsklinikum Erlangen, Klinik für HNO, Kopf- und Hals-Chirurgie:
"Grundlagen, Diagnostik und psychosomatische Aspekte des Morbus Menière"
12:00 - 12:15 Uhr Pause
12:15 – 13:00 Uhr Vortrag und Diskussion:
Dr. Frank Waldfahrer, Oberarzt, Universitätsklinikum Erlangen, Klinik für HNO, Kopf- und Hals-Chirurgie:
"Aktuelle Aspekte zur individuellen Menière-Therapie"
13:00 - 14:30 Uhr Mittagspause
14:30 – 15:15 Uhr Vortrag und Diskussion:
Prof. Dr. Ulrich Hoppe, Universitätsklinikum Erlangen, Leiter Cochlea-Implantat-Centrum Erlangen:
"Hörgerät oder Cochlea Implantat?"
Kosten: Pauschale für Imbis und Getränke: 5,00 EURO
Mittagessen: 10,50 EURO (Anmeldung erforderlich!)
Dieses Programm mit Lageplan des Tagungsortes (maximal 5 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof Nürnberg entfernt (direkt hinter der Klara-Kirche) und einem Anmeldeformular können Sie >hier als pdf-Datei herunterladen.<
Frühjahrstagung 2009
Am Samstag, 28. März 2009 fand in Waiblingen unsere Mitgliederversammlung und Frühjahrstagung statt.
Nach der Mitgliederversammlung bildeten zwei Vorträge die Schwerpunkte unserer Tagung:
- Referent: Prof. Dr. med Christoph von Ilberg
"Die Labyrinth-Anästhesie;
was versteht man darunter und wann und wie wird sie bei Morbus Menière angewendet" - Referent: Prof. Dr. med. Jürgen Kießling
"Aktuelle Möglichkeiten und Grenzen der Hörgeräteversorgung"
Zum Ende der Tagung wurde die Gründerin von KIMM und bis zu dieser Tagung Vorsitzende Inge Freifrau von dem Bussche aus ihrem Amt verabschiedet. Für ihre großen Verdienste wurde ihr die Ehrenmitgliedschaft bei KIMM verliehen.
Kurzbericht über die Herbsttagung 2008
in der "Klinik am Steigerwald"
Die der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verschriebene Klinik am Steigerwald hatte sich auf eine Anfrage unseres Mitglieds und Leiterin der MM-Selbsthilfegruppe Köln, Frau Coulon, hin bereit erklärt, die Herbsttagung von KIMM in ihren Räumlichkeiten durchzuführen. Unter der Überschrift "Morbus Menière -Tag in der Klink am Steigerwald" sollten speziell die Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund stehen, die die traditionelle chinesische Medizin für die Linderung und/oder Beseitigung des Schwindels bietet.
Im Einzelnen stand auf dem Tagesprogramm
Vortrag von Dr. Schmincke, Chefarzt der Klinik :
"Schwindel und die Möglichkeiten der chinesischen Medizin"Erfahrungsbericht von Frau Coulon über ihren Aufenthalt in der Klinik nach ihrer Neurektomie
gemeinsames Qi Gong
Besichtigung der Klinik
Wir stellen hier ein kurzes Resümee der Tagung vor. Weitergehende Ausführungen sind für die nächste Ausgabe unserer Zeitschrift "KIMM-aktuell" vorgesehen.
In seinem Vortrag "Schwindel und die Möglichkeiten der chinesischen Medizin" wies Herr Dr. Schmincke (Bio-Chemiker, westlicher Mediziner, TCM-praktizierender Therapeut) zunächst eindringlich auf die prinzipiell unterschiedlichen Sichtweisen der chinesischen bzw. der westlichen Medizin hin. TCM hat eine konsequent ganzheitliche Sicht auf den Menschen und auf das, was sie Krankheit nennt. Aus Sicht der TCM sind alle Krankheiten letztlich Allgemeinerkrankungen, das befallene Körperteil, befallene Organ ist "lediglich" Opfer, Gastgeber und/oder Schauplatz der tatsächlich zugrunde liegenden Allgemeinerkrankung. Ziel der Diagnose ist es, das Wesen dieser Allgemeinerkrankung zu erkennen. Ziel der nachgeschalteten Therapie ist es, dieses Krankheiten-erzeugende Grundverhalten zu behandeln - und möglichst zu beseitigen.
Der Arzt ist während der Behandlung unzweideutiger Partner des Patienten. Er muss dies auch sein, da die Diagnosestellung praktisch "instrumentenfrei" und die Zubereitung der Arzneien "individuell vor Ort" erfolgt. Die angewandten Diagnoseverfahren basieren auf den Eckpfeilern "Befragen, Riechen und Hören, Betrachten, Betasten". Sie dienen dem Ziel, die Ganzheit des (als Ganzheit lebenden) Patienten, von der Geburt bis heute, im Detail zu erfassen. Gerade Details und vermeintliche Belanglosigkeiten werden oft als langfristig-eigentliche Krankheitsverursacher eingestuft. Jede Diagnose ist eine nur auf diesen Patienten zutreffende Diagnose.
Dr. Schmincke ging dann auf das der Therapie der TCM zugeordnete Modell der energetischen Funktionsweise des Menschen und der hieraus resultierenden Sicht auf Krankheiten ein. Er wies mit Nachdruck darauf hin, dass aus der westlichen Medizin bekannte Bezeichnungen innerhalb der TCM im allgemeinen völlig Unterschiedliches bedeuten. Zudem dürfe nie vergessen werden, dass die chinesische Sprache sehr viel in Bildern ausdrückt.
Als Eckpfeiler der Heiltechniken der TCM gelten Qi Gong, Akupunktur, die Arzneitherapie, das Essen und Trinken - bei strikter Beachtung der vom Körper betriebenen Trennung in Nützliches und Nichtverwertbares. Im Besonderen ging Herr Dr. Schmincke auf die Arzneitherapie und die individuelle Herstellung der Arzneien ein. Er erläuterte seine Ausführungen an mehreren praktischen Behandlungsfällen und widmete sich in einem Exkurs gesondert den negativen Langzeitwirkungen der in der westlichen Medizin im wesentlichen unterdrückten - statt geheilten - Infektionen. Ein weiterer wesentlicher Aspekt war seine Aussage, dass der westliche Mensch auf TCM empfindlicher reagiert als der fernöstliche, chinesische Medizin also der Adaption für den Westen bedarf. Dem Vortrag folgte eine lebendige Diskussion und Fragephase z.B. über die Möglichkeit einer ambulanten Behandlung etc.
Nach dem leckeren (!) vegetarischen Mittagessen ließ Frau Coulon in einem sehr persönlich gehaltenen Erfahrungsbericht ihre Eindrücke während ihres Aufenthaltes in der Klinik am Steigerwald Revue passieren. Sie war nach einer Neurektomie aufgrund gravierender nachoperativer Probleme beim Gehen in einer psychisch kritischen Verfassung aufgenommen worden. Der von den behandelnden Therapeuten zu Beginn gemachten Aussage "Sie werden zu Weihnachten mit ihrer Großfamilie ein für alle erfreuliches Fest feiern" konnte sie keinerlei Wahrheitsgehalt zuordnen. Die Wirkungsweise der Therapiemethoden war vor Behandlungsbeginn maximal Glaubenssache, aus der Theorie jedenfalls ließ sich vorab keine wirkliche Hoffnung ableiten.
Um so verblüffender für sie, dass die praktische Umsetzung genau dieser Theorie sie in die ihr vertraute Welt zurückführte, in der sie die Bestimmende, die aktiv Lebende war - eine hoffnungsvoll Lebende, die dann tatsächlich wenige Wochen später ihre Großfamilie zu sich einladen konnte, um gemeinsam das Weihnachtsfest zu feiern.
"Wie das auch nur annähernd im Groben, geschweige denn im Detail funktioniert hat, kann ich weiterhin nicht sagen - aber es hat funktioniert. Und Qi-Gong war und ist dabei eine der großen Hilfen zur Aufrechterhaltung meiner psychischen Stärke."
Auch diesem Vortrag folgte eine lebhafte Debatte, ein reger Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit den Zuhörern.
Es folgte in 2 getrennten Gruppen eine erste Einführung in die Bewegungstherapie Qi Gong.
Die anschließend von Herrn Brehm, Therapeut für Pychotonik, angebotene Führung durch die Klinik fand regen Zuspruch. Anlaufstellen waren der Aufnahme-/Anamnese-/Diagnose-Raum, der Essensraum, die Apotheke und ein exemplarisches Patientenzimmer. Und die Besonderheit dieser Klinik wurde mir erst bewusst, als ich meine Verwunderung spürte, dass Herr Brehm nach dem Besuch des Patientenzimmers die Besichtigung für beendet erklärte - wo er uns doch noch kein einziges Hightec-medizinisches Gerät präsentiert hatte. Erst da tat sich in mir der wahre Wert der mit Rohmaterialien gefüllten Apotheke auf. Es wurde mir jetzt klar, dass in dieser Klinik der Verbund aus Therapeut und Apotheker die Arzneimittel im Detail vor Ort festlegt UND HERSTELLT - und nicht nur verwaltet.
Und noch etwas wurde mir bewusst: In einer TCM-Klinik lässt sich das eigentliche Gut, der eigentliche Wert der Einrichtung nicht so einfach vorzeigen, nämlich der erfahrene Therapeut und die aus seiner Erfahrung und Kreativität entspringenden Arzneien. Sie zeigen sich bei Besichtigungen "nur" im authentischen Eindruck der Therapeuten und der Güte und Vielfalt der vorgehaltenen Rohmaterialien zur Herstellung der Arzneien.
Und genau diesen Eindruck von Authentizität und qualifizierter Vielfalt nahm man, nahm ich mit.
Dr. Fred Knäbel
KIMM Frühjahrstagung 2008
am Samstag, 5. April 2008 fand im Gesundheitszentrum der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr
unsere Frühjahrstagung statt
Nach der Mitgliederversammlung von KIMM ab 10:00 Uhr startete das Programm:
11:00 Uhr - 13:00 Uhr Vortrag und Diskussion
Barbara Kieslich-Hoffmann, Dipl.Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, Baumrainklinik Bad Berleburg:
"Die psychologischen Aspekte bei Morbus Menière
Verständnis und Bewältigungsansätze nach aktuellen Erkenntnissen"
14:00 Uhr - 15:30 Uhr Vortrag und Diskussion
Thomas Eschle, Rechtsanwalt Stuttgart:
"Rechtliche Aspekte bei der Menièreschen Krankheit"
Hier das gesamte Programm zum Download
Rückblick zur Frühjahrstagung 2008

- Bewegungsübung
Unsere Frühjahrstagung fand am 05.04.08 in Waiblingen im Gebäude der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr statt.
Erster Teil der Tagung war unsere diesjährige Mitgliederversammlung. Wesentliche Punkte der Tagesordnung waren
- der Jahresrückblick unserer Vorsitzenden, Frau Inge von dem Bussche
- die Berichte des Kassenführers und der Kassenprüfer
- die Entlastung des bisherigen Vorstands sowie
- die Wahl des neuen Vorstands.
In der Besetzung des Vorstands gab es keine Veränderungen. Den Mitgliedern wurde jedoch eindringlich verdeutlicht, dass Frau von dem Bussche nur noch für ein Jahr als 1. Vorsitzende zur Verfügung steht und bis spätestens zu diesem Zeitpunkt ihre Nachfolge geregelt sein muss.
Vorträge
Zwei Vorträge mit jeweils anschließender Frage- und Diskussionsrunde bildeten den inhaltlichen Schwerpunkt unserer Frühjahrstagung.
Frau Barbara Kieslich-Hoffmann (Diplompsychologin und Psychotherapeutin am HELIOS Rehazentrum Bad Berleburg) präsentierte in ihrem Vortrag "Psychologische Aspekte bei Morbus Menière" eine abwechslungsreiche Mischung aus wissenschaftlicher Theorie und Einblicken in die praktische Durchführung von Reha-Maßnahmen. Dazu trugen im Besonderen Bilder und Erfahrungsberichte einer Patientin bei, die diese freundlicherweise für den Vortrag zur Verfügung gestellt hatte. Bewegungsübungen mit den Teilnehmern verdeutlichten das Gesagte, machten die Theorie erlebbar.
Herr Thomas Eschle (Rechtsanwalt in Stuttgart) legte in seinem Vortrag "Rechtliche Aspekte bei der Menièreschen Krankheit" den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf Möglichkeiten zur Anerkennung als Schwerbehinderter, das Verfahren zum Eintritt in die Rente und die Vorgehensweise zur Bewilligung von Rehamaßnahmen. Als besonders wichtig hob er hervor, die einzelnen Symptome der Menièreschen Erkrankung getrennt attestieren zu lassen. Der Vortrag lebte in besonders starkem Maße von den praxisbezogenen Antworten des Referenten auf die Fragen der Tagungsteilnehmer.
Die Tagung zeigte erneut die Wichtigkeit qualifizierter Referenten, praxisbezogener Antworten auf Fragen der Teilnehmer und reger Gespräche unter unseren Mitgliedern.
Auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Beteiligten!
Rückblick: Herbsttagung 2007 in Bad Nauheim

- Kaiserberg-Klinik
Am 06. Oktober 2007 fand in der Kaiserberg-Klinik in Bad Nauheim die Herbsttagung 2007 von KIMM statt.
In unserer Zeitschrift "KIMM aktuell" Heft 2-2007 wird von der Tagung berichtet und sind die dort gehaltenen Vorträge veröffentlicht.
Hier der Bericht einer Teilnehmerin (Auszug aus "KIMM aktuell" Heft 2-2007):

- Rundgang durch die Klinik
"Ein lohnendes Wochenende"
Als MM-betroffenes Mitglied der Selbsthilfegruppe Köln war ich auf diese Tagung neugierig, denn die Kaiserbergklinik bietet erst seit kurzem eine Rehabilitation für Hörstörungen, Tinnitus und Schwindel an, und daher konnten wir uns bisher in der Selbsthilfegruppe Köln noch kein rechtes Bild von einer MM-Reha in Bad Nauheim machen. Außerdem war ich gespannt auf den Vortrag des Akustikers und Audiologen der Klinik, da ich meine Gleichgewichtsstörungen und den Tinnitus (meistens) verhältnismäßig im Griff habe, jedoch trotz zweier Hörgeräte oft mit Frustration und Rückzug auf die Hörbehinderung reagiere. Die Kaiserbergklinik bot Unterkunft und Verpflegung, was mein Mann und ich gleich für zwei Übernachtungen ausnutzten. So war dieses Wochenende trotz des anstrengenden Samstags mit vier Vorträgen und Klinikrundgang angenehm stressfrei.
Der Vortrag von Herrn Dr. Schneider (Uniklinik Würzburg) war für mich sehr interessant. Ich selbst habe positive Erfahrungen mit der Gentamycin-behandlung gemacht und neige dazu, sie anderen Betroffenen zu empfehlen. Nun hörte ich einem Verfechter der Saccotomie zu, seine Argumente wurden klar und über-zeugend vorgetragen und ich kann nachvoll-ziehen, warum viele MM-Patienten zu dieser Behandlungsmethode greifen. Für mich war dies eine Bestätigung dafür, dass es bei der Bewältigung der Krankheit vor allem darauf ankommt, sich wirklich gut zu informieren, einen Arzt zu finden, der selbst großes Wissen und eine klare Meinung hat, und dann nach Abwägen aller Seiten selbst zu entscheiden, wem man sich anvertraut, und diesen Weg dann auch mit Überzeugung zu gehen.
Herr Dr. Zeh stellte das Konzept der Kaiserbergklinik vor, das vor allem auf die Kompensation der Gleichgewichtsstörungen ausgerichtet ist und sich natürlich auch mit den andern MM-typischen Folgeerscheinungen befasst. Dies war mir aus eigener Reha-Erfahrung in Bad Grönenbach sehr vertraut. Dieser Vortrag war in anderer Hinsicht für mich sehr positiv. Ich kannte Herrn Dr. Zeh vorher nicht und war überrascht zu sehen, dass er zwei Cochlea-Implantate trug. Es hat mich sehr beeindruckt, einem Menschen zuzuhören, der offensichtlich trotz massiver Hörbehinderung ein Lebenskonzept verwirklicht und seine eigene positive Einstellung an andere weitergeben kann.
Der Beitrag von Herrn Rehbein zur Hörgeräteanpassung war für mich recht informativ, auch wenn aufgrund meines zu hohen Hörverlusts die von ihm favorisierte offene Versorgung nicht infrage kommt. Die Vorstellung verschiedener Hörgeräteeigenschaften ließ mich meine eigene Versorgung überdenken, vielleicht ist dies ein erster Ansatz zur besseren Bewältigung der psycho-sozialen Probleme infolge meiner Hörschädigung.
Der Rundgang durch die Klinik (sehr ansprechende, technisch ausgereifte Patientenzimmer für Hörgeschädigte!) war informativ, ebenso die Vorstellung der neuen Homepage von KIMM.
Alles in allem war dieses Wochenende lohnend und Bad Nauheim trug mit seinem Stadtbild und Park dazu bei, dass wir zufrieden und positiv angetan nach Hause fuhren. Ich möchte den Organisatoren der Tagung deshalb herzlich danken.
Renate Knäbel





