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FAQ - Einleitung

An dieser Stelle sollen „häufig gestellte Fragen“ - neudeutsch „frequently asked Questions“, kurz FAQ – zu Morbus Menière gestellt werden und eine erste, kurze Antwort erhalten.

Damit erhalten Sie als Fragender sofort, hier, jetzt eine erste Antwort. Zudem können Sie sich in einer Art Selbststudium durch das Lesen der weiteren, von anderen gestellten Fragen im FAQ tiefer mit dem Krankheitsbild, seinen möglichen Behandlungsformen und sonstigen Hilfen vertraut machen. Zu guter Letzt kann es für Sie von Vorteil sein zu erkennen, dass Sie mit Ihren „ach so dummen Erstfragen“ nicht allein da stehen, dass genau diese Erstfragen zum natürlichen Umgang mit der Krankheit Morbus Menière gehören.

WICHTIG AUCH : Ein FAQ lebt davon, dass uns neue Fragen mitgeteilt werden – damit sie in den FAQ aufgenommen werden können! Folglich bitten wir hier ausdrücklich um Ihre „fragende Mithilfe“: Schicken Sie uns Ihre Frage als E-Mail an info[at]no spam pleasekimm-ev.de, um sie in den FAQ aufzunehmen, sie an anderer Stelle der Homepage zu beantworten – oder Sie erhalten eine persönliche Antwort von uns.

Und scheuen Sie sich nicht, vermeintlich „ganz einfache“ und vermeintlich „ganz persönliche“ Fragen zu stellen: Es gibt wirklich keine dummen Fragen – es ist nur ungeschickt und für Ihr Wohlbefinden unklug, keine Antwort auf eine nun einmal in Ihnen bestehende Frage zu erhalten. Denn die Frage wird solange in Ihnen bleiben, solange Sie keine befriedigende Antwort lesen oder hören.

FAQ - Übersicht

Bei mir wurde erst nach etlichen Jahren die Diagnose „Morbus Meniere“ gestellt. Ist das normal?

Morbus Menière ist leider eine bis heute nicht abschließend erforschte Krankheit. Zudem sind etliche Ihrer Symptome auch Teil anderer Krankheiten. Das erschwert die Diagnose-Stellung. Insoweit ist es „normal“, dass ein möglicher Verdacht auf Morbus Menière erst nach einem längeren Zeitraum bestätigt werden kann.

Ich fühle mich durch meinen behandelnden Arzt unverstanden. Muss ich diese Situation als eine Art „Begleiterscheinung meiner Krankheit“ ansehen?

Morbus Menière ist eine verhältnimäßig seltene Erkrankung. Die Tatsache, dass einzelne Ihrer Krankheits-Symptome auch Teil anderer Krankheiten sind, erschwert dem behandelnden Arzt die Diagnose. Das kann natürlich auch dazu führen, dass die Krankheit Morbus Menière nicht zur bisherigen Praxis des behandelnden Arztes gehört.

Die von Ihnen gestellte Frage zielt damit auf einen der Anlässe, warum KIMM als Selbsthilfe-Organisation entstanden ist.

Meine Schwindelattacken werden von meiner Umwelt häufig nicht ernst genommen. Wie kann ich bei meinem Partner, bei meinen Arbeitskollegen mehr Verständnis erzeugen?

Erstes Gebot ist auch hier: Miteinander reden. Ihre Schwindelattacken dürfen Sie gerade in ihrer extremen Ausformung NICHT verbergen – weil sich das ein Nichtbetroffener einfach nicht vorstellen kann. Dabei ist klar, dass diese Offenheit eine gewisse Stärke auf beiden Seiten verlangt.

Können Sie mir eine Selbsthilfegruppe in meiner Nähe nennen?

Es existieren mehrere lokale Selbsthilfegruppen zum Krankheitsbild von Morbus Menière als direkte Aktion von KIMM-Mitgliedern. Bitte schauen Sie unter dem Menü-Punkt „Aus unseren Selbsthilfegruppen“ nach.

Ich habe das Gefühl, dass mein Gehör ständig nachlässt. Welche Möglichkeiten der Überprüfung habe ich? Muss ich langfristig von einer weiteren Verschlechterung ausgehen?

Zunehmender Verlust der Hörfähigkeit gehört zum allgemeinen Krankheitsbild von Morbus Menière. Dennoch gibt es nicht DEN 100% auf Sie zutreffenden typischen Verlauf. Kontinuierliche Überprüfungen der verbliebenen Hörfähigkeit sind ein wesentlicher Teil der Behandlung. Sofern in Ihrer Nähe eine Selbsthilfegruppe existiert, können Sie vielleicht dort die Adresse eines ortsansässigen Arztes und / oder Spezialisten mit einschlägigen Erfahrungen im Umgang mit Morbus Menière erhalten.

Meine Schwindelattacken haben in der letzten Zeit zugenommen. Gibt es eine typischen Krankheitsverlauf meiner Krankheit?

Den EINEN typischen Krankheitsverlauf gibt es nicht. Gerade die Erfahrungsberichte unserer Mitglieder zeigen, wie unterschiedlich der Verlauf sein kann. MM kann sich im Laufe der Jahre beruhigen, kann jahrelange Pausen machen, kann 60 Jahre anhalten und kann "ausbrennen".

Gibt es typische Verhaltensweisen bei Schwindelanfällen, die seine Auswirkungen lindern können?

Ja, aber da die Stärke der Attacken stark von Person zu Person variiert, sind natürlich auch die Auswirkungen der z.B. auf unserer Homepage angebotenen Hilfen unterschiedlich. Allen Maßnahmen ist gemeinsam :

Eben lagern, Kopf nicht bewegen, Medikamente gegen Übelkeit einnehmen.

Sind Krankenhausaufenthalte nach Schwindelattacken sinnvoll, vielleicht sogar ein Muss?

Nein. Aber es gibt sicher Patienten mit untypischem Krankheitsverlauf, bei denen ein Krankenhausaufenthalt die Chance einer gesicherten Diagnose bietet. Auf deren Basis kann dann qualifiziert über  die medizinische oder chirurgische Behandlung der Erkrankung  entschieden werden.

Können Sie mir Adressen nennen mit einschlägiger therapeutischer Erfahrung in der Behandlung von Morbus Menière?

Eine erste Hilfestellung sollten die hier auf unserer Homepage einsehbaren Listen der "Reha-Kliniken für Morbus Menière-Patienten" und der "Kliniken mit Schwindelambulanzen" sein.

Klicken Sie sich hierzu zu den entsprechenden Unterpunkten im Menü "Weiterführende Informationen" durch.